Winterwald: Borken- und Knospenbilder

Ein schöner Rot-Grün-Kontrast: Die Eiche darf stehen bleiben, für die Buche hat die Stunde geschlagen. Wald oberhalb Bauroth am 16. 1. 22


Woran unterscheidet man denn Eiche und Buche?
Zum einen ist das die Borke. Bei der Buche ist sie relativ glatt und erscheint silbergrau, bei der Eiche ist sie eher braungrau und von grober Struktur. Übrigens ist das wir außen sehen der äußere Teil der Rinde und nur dieser heißt Borke. Dahinter kommen nach innen teilungsfähige Zellen = das Kambium*).

Wer sich die Struktur der verschiedenen Borken besser merken will – vor allem mit Kindern, der kann ein Blatt Papier darauf legen und mit einem Wachmalstift darüber malen. dann drücken sich die Feinheiten ab.

Die Knospen der Buche sind kaum zu verwechseln. So lange und schmale hat kein anderer Baum unserer Wälder
Die Knospen der Traubeneiche stehen zu dritt an der Spitze, wobei die mittlere immer die dickste ist. Sie wird blühen.
Die kleinen Zweige der Rotbuche sitzen etwa fischgrätartig und in einer Fläche auf dem großen Zweig; die Oberfläche ist glatt
Bei der Traubeneiche sind die kleinen Zweige spiralig um den Hauptzweig herum angeordnet, die Oberfläche ist rau.

Beim Ansatz der Knospen von Buche und Eiche spricht man von wechselständiger Stellung. Übrigens: Wer sich beim Betrachten der Borke und der Knospen nicht sicher ist, sollte mal auf dem Waldboden gucken. Im ersten Foto ist deutlich eine dichte Laubschicht zu sehen. Sie enthält natürlich abgefallene Blätter von beiden Baumarten. Wenn dabei noch andere Blätter sind, dann gehen Sie mal auf die Suche, ob Sie den zugehörigen Baum in der Nähe finden. Auf dem Knospenfoto der Traubeneiche erkennt man deutlich die Stellen, wo im vorigen Jahr die Blätter gesessen haben. Diese Stellen heißen Blattnarben und haben immer eine für den Baum typische Form.

Wird fortgesetzt. Es folgen Vogelkirsche und Graupappel

*) Kambium ist eine Schicht in der Rinde der Laubbäume, in der sich dauernd neue Zellen bilden. Dadurch werden die Bäume dicker. Nach außen hin werden so genannte Siebzellen gebildet. Ihre Aufgabe ist es, die bei der Photosynthese gebildeten Zuckerstoffe in die übrige Pflanze und zu den Wurzeln zu transportieren. Nach innen hin befinden sich einfache Röhren, die Wasser von den Wurzeln zu allen Blättern transportieren. Diese Röhren nennt man auch Holzteil. Je dicker der Baum wird, desto dicker wird auch der Holzteil. Da er aus nicht mehr lebenden Zellen besteht, kann zum Beispiel ein alter Baum auch weiter leben, wenn er innen ganz hohl ist. Hauptsache die Rinde mit dem Kambium und dem Siebteil ist in Ordnung. Quelle wikipedia

Alle Fotos Eveline Renell

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