Schottergärten – Klimawandel – Artensterben

Schottergärten*) im eigenen Garten oder vor der Haustüre erleichtern die Arbeitsbelastung durch Gartenpflege – zumindest kurzfristig, da die Natur mit ihren Pflanzen sich auch hier allmählich wieder durchsetzt.
Vor allem aber nehmen die Steine bei Sonneneinstrahlung Wärme auf und geben sie später wieder ab … und für vielerlei Tiere gibt es hier auch keine Nahrung zu finden.

Schottergarten; Foto: Birke 2018

Artensterben: Über 1,7 Millionen Arten sind heute beschrieben, aber die Gesamtzahl aller Lebewesen weltweit dürfte deutlich höher liegen (schätzungsweise 5,9 Millionen Arten). Bis zu einer Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Mehr als 500.000 (etwa 9 Prozent) der Landtiere haben nicht genügend Lebensraum zur Verfügung, um langfristig zu überleben.

Vielen Menschen scheint unklar zu sein, wie sehr alles mit allem verbunden ist, und dass auch wir Menschen ohne ein intaktes Ökosystem, das uns Lebensraum und Nahrung bietet, nicht überleben können. Wir sind Teil dieser Natur, die wir durch die immense Vermehrung unserer eigenen Art und die einseitige Vermehrung von Nutzpflanzen und Nutztieren immer ärmer machen; dass wir seit Beginn der Landwirtschaft und dem engeren Zusammenleben – auch mit Tieren und inzwischen durch deren reduziertem Lebensraum immer mehr Krankheiten auf uns geladen haben.

Entwicklung der Weltbevölkerungszahl
von Christi Geburt bis zum Jahr 2021 (in Milliarden)

Menschen machen lediglich 0,01 % der Biomasse aller Lebensformen auf der Erde aus – das zeigt eine spannende neue Studie aus Israel. In ihrer »Inventur« sämtlicher auf der Erde lebenden Organismen zeigen die WissenschaftlerInnen zudem, dass aktuell nur 4 % aller Säugetiere in freier Wildbahn leben, während 60 % von ihnen als »Nutztiere« gehalten werden. Die restlichen 36 % stellt das Säugetier Mensch.
Auf den erschreckenden Einfluss der Menschheit auf die Artenvielfalt bzw. das Artenmassensterben geht die Studie ebenfalls ein.

Klimawandel, dadurch bedingt, dass wir Menschen die in Jahrmillionen entwickelten fossilen Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas binnen weniger Jahrzehnte für unser Wohlbefinden in Energie und Abgase umgesetzt haben, heizt sich die Oberflächentemperatur der Erde auf – mit allen Folgen für Klima-, Wasser- und Wetterveränderungen.

Kohle – Dinosaurien – Öl- und Gasbildung – Ende der Dinosaurier ——————— „5 vor 12“ dann der Mensch
Erdzeitzollstock

*) bitte nicht mit Steingärten verwechseln, die zum Beispiel den Alpen nachempfunden sind. Sie bergen im Gegensatz zu den Schotter“gärten“ eine Vielzahl pflanzlichen und tierischen Lebens.

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