Pfingstrosen und Ameisen – Eine win-win-Situation

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Der zuckerige Saft ist bereits an der geschlossenen Blüte vorhanden.
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Auch kurz vor der Öffnung der Blüte gibt es noch genügend Saft.

Jedes jahr zu Pfingsten gibt es etwas Besonderes an unserer Terasse zu beobachten: Ameisen erobern die recht große Pfingstrose, die ihre Knospen gerade bildet.. Zuerst dachte ich, dass es ein Befall sei. Es entstand aber keinerlei Schaden. Im Gegenteil: Später habe Ich über die Beobachtung nachgelesen und erfahren, dass die Ameisen den Saft zwischen den Blütenblättern fressen. Ihr eigener Nutzen dient gleichzeitig auch der Blüte, sich zu öffnen, denn der Saft ist sehr klebrig.

Sie werden von dem klebrigen Zuckersaft angelockt, den Pfingstrosen bereits vor der Blüte absondern. Der Zuckersaft entspringt den Kelchblättern und wird dann von feinen Härchen von der Pflanze abgesondert, so dass der auskristallisierte Zucker außen an den Blüten klebt. Manchmal sondert die Pflanze so viel Zucker ab, dass die Blüten verkleben und sich nicht öffnen können. Der Zucker hat eine besondere Aufgabe: Er schützt die Blüten vor Frostschäden.

Daher ist der Hunger der Ameisen auf Süßes durchaus sinnvoll. Denn wenn der Zucker aufgegessen ist, können sich die Blüten leichter öffnen. Die Ameisen sind also nicht schädlich für die Pflanze, sondern unterstützen sie.

Später im Jahr haben die Ameisen übrigens eine weitere wichtige Funktion. Sie schleppen die Samen der Pfingstrosen weg und tragen so zu ihrer Verbreitung an anderen Standorten bei.

Quelle: https://freudengarten.de/
Fotos: Winfried Senger

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