„gute“ Schnecken – „böse“ Schnecken

Rechts die Spanische Wegschnecke

Gartenbesitzer sind meist nicht gut auf Schnecken im Garten zu sprechen, denn da ist junge Gemüse oft über Nacht einfach weggefressen. Doch nicht alle Schnecken sind Schädlinge:

Weinbergschnecke – Foto: pixabay

Prinzipiell kann man sagen, dass Schnecken mit Häuschen für den Garten ungefährlich sind. Außerdem
sind sie in Deutschland geschützt und dürfen gar nicht bekämpft werden.
„Häuschenschnecken“, wie die Weinbergschnecke, fressen am liebsten Verwelktes, Moos und Algen und interessieren sich nur am Rande für frisches Grün. Wofür sie sich aber zum Teil interessieren, sind die Gelege gefräßiger Nacktschnecken.
Weinbergschnecken heißen so, weil sie wie die Reben kalkhaltige Böden brauchen, damit sie ihre Häuschen ausbilden können.
Bitte nicht auf die Idee kommen, sie als Delikatesse mit Knoblauch-Butter zu verspeisen. Schnecken fressen problemlos extrem giftige Pflanzen, deren Gift sich dann in ihrem Körper anreichert. Essbare Schnecken kommen heute aus Zuchten!

Bei den Nacktschnecken ist es die bis zu 20 cm lange, kannibalische Tigerschnecke, Großer Schnegel.
Sie liebt Verwelktes, Aas, die Eier von anderen Nacktschnecken und andere Nacktschnecken selbst. Meistens wohnt sie am Waldrand, so dass sie auch schon bei uns im Garten gesichtet wurde – in den letzten trockenen Jahren aber kaum.

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Tiegerschnecke, großer Schnegel – Bild: pixabay

Also: Häuschenschnecken und Riesenschnecken hegen und pflegen!

Ganz anders sieht es bei den anderen Nacktschnecken aus:

Spanische Wegschnecke – Foto: pixabay

Rote Wegschnecke – Foto: pixabay

Wikipedia zum Thema Schnecken

Die GartenWegSchnecke, die auch oben am Baum zu sehen ist, wird maximal 5 cm lang, ist dunkelblau bis schwarzbraun, die Sohle gelb bis orange.
Sie fressen alles.
Das Problem ist, dass sie auch im Boden leben und deshalb Pflanzenstängel oder die Wurzeln unterirdisch abfressen.


Die rote Wegschnecke wird 8-10 cm lang, kann dunkelbraun, graugrün oder orange sein.
Ein richtiger Übeltäter für den Gemüse- und Blumenanbau.
Ein Problem ist, dass sie auch stark duftende oder holzige Pflanzen frißt, die heimische Schnecken nicht anrühren.
Das zweite Problem ist, dass sie extrem viel und sehr bitteren Schleim produziert, der natürliche Fressfeinde abschreckt.


Was tun gegen Schnecken?

Schneckenzaun
Die beste Abwehr, allerdings muss man dann auch dafür sorgen, dass der Bereich innerhalb des Zauns schneckenfrei ist (man denke an die teilweise unterirdisch lebenden Gartenwegschnecken).
Also abends schauen und absammeln.
Einzelne Pflanzen kann man mit Plastikeimern mit Rand (und ohne Boden) schützen.
Das Kriechen erschweren oder unmöglich machen
Schnecken mögen keine Trockenheit.
Deshalb hilft es, um sensible Bereich einen breiten Ring aus austrocknenden Materialien zu streuen – z.B. Sägemehl – das muss aber nach jedem Regen erneuert werden und man muss aufpassen, dass die Bodenchemie nicht verändert wird.
Kaffeesatz und Holzasche eignen sich da besser, allerdings könnte vielleicht die Menge zum Problem werden.
Schneckenkorn
bitte nur mit Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, alles andere schadet auch Vögeln, Bienen und Regenwürmern.
Tigerschnecken
Über Tigerschnecken haben wir schon einiges gelernt.
Laufente
Wessen Appetit selbst vor der bitteren Spanischen Wegschnecke nicht halt macht, ist die Laufente … für die, die einen eingezäunten Garten und liebe Nachbarn haben..
Absammeln
Schnecken kommen erst in der Dämmerung zum Vorschein, wenn die böse Sonne weg ist.
Deshalb abends absammeln.
Anlocken
Man kann die Schnecken auch anlocken, indem man tote Schnecken auslegt, das essen die nämlich gerne. Die Gefahr ist allerdings, dass man mit dem All-you-can-eat auch Nachbarschnecken anlockt.
Bierfalle
Sammeln kann man sie auch in der berühmten Bierfalle, das ist aber echt eklig.
Das Bier sollte mindestens alle vier Tage erneuert werden. Und die Bierfalle zieht auch die Schnecken der Nachbargärten an. Übrigens: Alkohol f r e i e s Bier funktioniert nicht.

Was man dann mit den Schnecken macht? Weit weg von Gärten aussetzen!

Quelle – Frag-Mutti.de


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