Förderung der Artenvielfalt

Ein Gastbeitrag von Ernst Döpfer

In diesem naturnahen Garten lässt sich folgendes finden … und so manches nachahmen:

  • Vorwiegend heimische Sträucher, Laubbäume, Blühpflanzen (Staudenbeete, mehrjährig), Rank- und Kletterpflanzen  – Efeu, Kletterhortensie, Kletterrosen.

Verschiedene Haselnuss, Mispel (Hornissen an den Blüten), Berg-, Spitz-, Feld- Ahorn. Eiche, Hainbuche auch Hainbuchenhecke etwa 20 m lang, Eberesche (Vogelbeerbaum), Mährische Eberesche (leckere Früchte) im Vorgarten.
 Elsbeere, Rosskastanie.  Vorwiegend vor 25 – 30 Jahren angepflanzt und daher entsprechend hoch.

Obstbäume:  2 Apfel-Hochstamm, Süßkirsche, Quitte.

Beerensträucher:  Stachel-, Johannisbeeren (rot, weiß, schwarz),
Jostabeeren, Brombeeren.

  • Totholz- oder Laubhaufen

Laubhaufen im Herbst, zusammengehalten durch Baustahlmatten – Überwinterungsstellen für Igel.
Totholz durch Schnittgut, auch Stammreste gefällter Bäume (Bergahorn und Birke).
Hochinteressant – aus dem Totholz des Hainbuchenheckenrückschnittes kommen seit einigen Jahren die Balkenschröter (gehört zur Familie der Hirschkäfer).

  • Wasserstelle in Form von Tränke
    3 Tränken in verschiedenen Höhen vom Boden
  • Sumpfbeet hängt direkt am Gartenteich. Am Ufer ein Steinhaufen. Dort die seltene Trompetenflechte und weitere Moose und Flechten.
  • Gartenteich (Förderung von Amphibien, Libellen und wasserbewohnenden Insektenarten)
    Ein Gartenteich mit etwa 6 qm Oberfläche direkt neben der Terrasse. Keine Fische, daher nur die Lebewesen die vor 30 Jahren bis heute hier eingewandert sind.  Z.B, Gelbrandkäfer, Taumelkäfer, Rückenschwimmer u.v.a.m.  Teich- und Bergmolche, viele verschiedene Libellenlarven, Köcherfliege, Wasserläufer, div. Spinnenarten am Ufer …….
    z.Zeit hunderte Quappen der Erdkröte.
    Fast alles auch in einem 1 qm großen Miniteich auf einer anderen Geländeebene.
  • Bestehende Blumenwiese, die vom Rasenmähen ausgenommen ist (z. Bsp. blühende Gräser, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn, Wegerich, Habichtskräuter, Hahnenfuß, Gänseblümchen, Schlüsselblumen, etc.)
    Ja, fast alles.
    Waldmeister und Bärlauch blühen auch – im Frühjahr. Beide haben jetzt etwa 4 qm Fläche eingenommen.

    Eingewandert (!?!) ist auch eine Tollkirsche mit schöner Blüte im Frühjahr und ebenso interessanter Frucht im Herbst.
    Ebenso der Zwiebelzahnwurz der sich prächtig vermehrt.
  • Vorhandensein von Blühflächen (mehrjährige Blühmischungen heimischer Arten)
    In 2020 angelegt.
  • Trockensteinmauern oder Steinhaufen in Kombination mit sandigen, grabbaren Bodenstellen für Reptilien
    Trockensteinmauern als Stützmauern angelegt. Hohlräume zwischen und hinter den Steinen.  Zauneidechsen jedes Jahr. Feuersalamander leider seit 2 Jahren nicht mehr. Trockenmauern und ein Steinhaufen in unmittelbarer Nähe zum Gartenteich.
  • Wilde Ecken mit Brennnesselbeständen oder anderen Wildpflanzenarten (z. Bsp. Gundermann, Ehrenpreis, Knoblauchrauke, Rainfarn, Malve, Wegwarte, Klette, Diestel, Kamille, Storchschnabel, Wicke, Winde) für Schmetterlingsarten
    gibt es an verschiedenen Stellen. Auch Sal-Weide, angepflanzt für Schillerfalter hier selten aber schon gesehen.
  • Insektennisthilfen („Insektenhotels“), Ohrwurmverstecke gibt es in Blumentöpfen, ausgestopft mit Holzwolle, auch in Rosenkugeln.
  • Nistmöglichkeiten entweder in Hecken, Rankpflanzen und Bäumen oder in Form von Kunstnestern
    7 Kunstnester (5 Höhle und 2 Halbhöhle)
  • Fruchttragende Gehölze als Futterquelle für Vogelarten
    Eberesche, Mispel, Kirsche
  • Nusssträucher oder- bäume als Nahrungsquelle für Nagetiere
    Haselnusssträucher
  • Quartiere für Fledermäuse (durch alte Gebäudesubstanz oder Kunstquartiere)

Fledermäuse (Zwergfledermaus) gibt es nachts über dem Garten und über dem Gartenteich. Neuerdings auch tagsüber.
Kunstquartiere gibt es noch nicht.

  • gepflasterte Flächen mit weiten Fugenabständen
  • Überwinterungshilfen für (Igel oder Amphibien)
    Igel überwintern unter dem Gartenhaus und unter dem Brennholzschuppen (auch schon ‚Kinderstube‘ gewesen).
    Blindschleichen überwintern im mit Laub gefüllten Thermo-Komposter.
  • Wenige bis keine Wanderhindernisse in Form von Gartenzäunen (Bodenabstand u. ä. beachtet)
    Holzzaun wie vor 30 Jahren im Bebauungsplan gefordert. Inzwischen marode.
    Igel kommen nachts durch den Zaun, auch Steinmarder, Mauswiesel. Hermelin kürzlich hier am Gartenteich gesehen und leider auch Waschbären – wie eine Wildkamera zeigte.

Foto: Ernst Döpfer

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