Feuersalamander

Immer wieder sehe ich diese wunderschönen Tiere auf der Marschallstraße platt gefahren.

Aktuell wird wieder auf Krötenwanderung und das Kreuzen von Wildtieren hingewiesen.
Bei angemessener (gedrosselter) Geschwindigkeit dürfte genug Zeit sein, den Tieren auszuweichen. Da die Salamander wie alle Amphibien wechselwarm sind (sie sind bei kaltem Wetter starr, bei warmem dagegen flink), besteht die Gefahr, sie zu überfahren, vor allem, wenn es kalt ist.

Marschallstraße Fellingshausen
Foto: Lindemann

Weitere Infos z.B. in Wikipedia
und NABU
und auf amphibienschutz.de

Der Bieberbach dürfte die Kinderstube der Salamander sein. Sie lieben saubere, frische Fließgewässer.
Als ausgewachsene Tiere aber bevorzugen sie Laubwald wie auf dem Gießer Berg. Dort gibt es Verstecke unter dem Laub, unter toten Baumstämmen oder Steinen. Erwachsene Feuersalamander ernähren sich von Insekten, Schnecken, Regenwürmern, kurz, von allem was sie verschlucken können. Sie hingegen haben kaum Feinde, da sie ein leicht giftiges Sekret bilden, dass Fressfeinde nach einem ersten Kontakt schnell den Appetit auf diese farbenfrohen Happen verschlägt.

Neben der Gefahr, überfahren zu werden, ist die Art vom Verlust ihres Lebensraumes wie auch von einer tödlichen Seuche durch einen Hautpilz bedroht. Vermutlich haben den Batrachochytrium salamandrivorans, auch „Salamanderfresser“ genannt, Terrarientiere nach Europa eingeschleppt. Derzeit breitet sich die Seuche von Belgien aus über Nordrhein-Westfalen aus. In Belgien und in den Niederlanden sind die Feuersalamander-Bestände bereits gänzlich zusammengebrochen.

Diese Entwicklung mache deutlich, so der BUND, welche Gefahr von den aus Aquarienhaltung in die Umwelt ausgebrochenen oder ausgesetzten Tiere ausgehen kann.
In Hessen sammelt das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Informationen über Sichtbeobachtungen von Feuersalamandern. Das soll helfen, neben der Verbreitung nach Rückgängen und Bestandseinbrüchen zu dokumentieren. Auch mutmaßlich kranke Tiere und Totfunde sollten gemeldet werden.
Ihre Beobachtungen können Sie über das folgende Formular mitteilen: https://www.hlnug.de/service/kontaktformular

Quelle: Gießener Anzeiger, 30.05.2020

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