die Zecke, der „gemeine Holzbock“

Das erwachsene Weibchen (rechts oben) ist zwischen 3 bis 5 mm groß. Für den Menschen sind die 1 bis 1,5 mm großen Nymphen (unten) am gefährlichsten. Die bis zu 0,5 mm großen Larven (Mitte) sind für den Menschen ungefährlich.
Quelle: www.zecken.de

Zecken fallen nicht vom Bau auf ihre Wirte, sie sind in jedem Gras und in jedem Gebüsch zu finden.
Es reicht schon, wenn man einfach nur an ihnen vorbeigeht. Zecken klettern langsam, daher dauert es oft eine Weile bis sie den rechten Platz zum Blutsaugen an einer dünnen Hautstelle gefunden haben.
Nach Spaziergang oder Gartenarbeit sollte man sich also gründlich absuchen oder am besten Duschen. Denn auch Socken und lange Hosenbeine stellen keinen Schutz dar. Zecken finden die kleinsten Schlupflöcher.
Untersuchen Sie auch Hund und Katze. Es gibt ca. 20 verschiedene Zeckenarten in Deutschland.

Ab März bis Ende Oktober – wenn es 2-3 Tage wärmer als 10 Grad ist – muss man mit dem vermehrten Auftreten von Zecken im Wald, auf Wiesen und Feldern rechnen.

Als Krankheitsüberträger von Borreliose und
FSME (= Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, Hirnhautentzündung) sollte man sich vor den kleinen Spinnentieren schützen.

vollgesaugte Zecke
Quelle: Wikipedia

Wenn man eine Zecke entdeckt hat auf keinen Fall „alte Hausmittel“ wie Öl oder Kleber verwenden. Stattdessen die Zecke mit einer Zeckenzange herausdrehen, um Speichelbildung und damit Virus- bzw. Bakterienübertraung zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Zecke so schnell wie möglich entfernt wird.
Wichtig ist es auch, die betreffende Stelle noch für ein paar Tage zu beobachten. Sollte sich ein roter Kreis bilden, sofort den Hausarzt aufsuchen.

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https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/FSME/Karte_FSME.pdf?__blob=publicationFile

Eine weitere Deuschlandkarte betroffener Regionen.

Risikogebiete in Hessen:

Zecken, die die Borreliose-Erreger in sich tragen, kommen überall vor.
Für die FSME sind hingegen in Hessen der Odenwald, die Bergstraße, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreis Marburg-Biedenkopf Risikogebiete, d.h. Gebiete, in denen die Zecken den FSME-Virus in sich tragen.

Bei schönem Wetter treibt es viele zu ausgedehnten Spaziergängen ins Grüne. Zugleich sorgte der milde Winter für eine erhöhte Gefahr von Zeckenbefall genau dort. Die Gefahr eines Zeckenstichs ist also sehr hoch, so dass passende, geschlossene Schuhe sehr sinnvoll sind. Auch das Laufen durch hohes Gras oder dichtes Unterholz sollte vermieden werden. Nach dem Spaziergang sollte man seine Haut absuchen, vor allem die Kniekehlen, Achselhöhlen, Bauchnabel, Hals, Haaransatz, Hautfalten und behaarte Körperstellen, da die Tiere sich hier gerne ansetzen. Mückenschutzmittel schützen nur bedingt.
Wurde man von einer Zecke gebissen, entfernt man sie am besten mit einer Zeckenzange aus der Apotheke oder eine Pinzette. Die setzt man möglichst nah an der Haut an und zieht das Tier dann langsam senkrecht heraus. Zu vermeiden sind Drehbewegungen, da dabei der Kopf der Zecke abgerissen werden oder es zu einer Quetschung des Zeckenkörpers kommen kann. Dadurch können Krankheitserreger in die Wunde abgegeben werden. Allerdings sind nicht alle Zecken infiziert und sind damit Überträger von Krankheiten.
Nach der Entfernung der Zecke wird die Einstichstelle desinfiziert. Etwaige „Hausmittel“ wie Öl, Kleber, Nagellack oder Benzin sind zur Entfernung ungeeignet, ja sogar gefährlich, da Zecken beim Ersticken vermehrt eventuell infiziertes Sekret absondern.
Nach einem Zeckenstick sollte man die Einstichstelle ein paar Tage lang beobachten.
Bildet sich ein roter Kreis um die Stichstelle, könnte das ein erstes Anzeichen für Borreliose sein, die häufiger als FSME auftritt und gut mit Antibiotika behandelt werden kann, während gegen die FSME eine vorbeugende Impfung helfen kann.
Bei beiden Erkrankungen können Symptome Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Gruppe sein. Dann sollten Sie unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Quellen: Wikipedia, Robert-Koch-Institut, Gießener Anzeiger, 25.6.2020: Zecken-Rekordjahr befürchtet

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