Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus

da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Auch geh er in den Garten nicht,
Wenn alle Pflanzen sprießen.
Es könnten sonst, wenn`s schlimm kommt,
Salate ihn erschießen.
Nach dem Lied von Emanuel Geibel, 1841

So wie oben zeigt sich der Mai am Anfang. Momentan kann man nicht in der Sandkaute feiern, die 1. Mai-Demonstrationen sind schon vorbei, wenn Sie diesen Beitrag lesen. Aber Wiesen und Wälder haben geöffnet. Dem Mai-Spaziergang steht nichts im Wege.

Wir nähern uns der Mai-Mitte. In diesem Jahr mit seiner langen Kälte ist alles in Natur und Garten viel später.

Wenn der Monat dem Ende entgegengeht, tragen die Obstbäume schon kleine Früchte, Flieder und Goldregen blühen in den Gärten, die Abende laden ein zum Stelldichein auf einer romantischen Bank. Und egal ob Anfang, Mitte oder Ende Mai: Immer darf es ein Ausflug zur Steinmühle sein mit einem Eis von Toni und einem neugierigen Blick in die umgebenden Wiesen, in den Wald und an den Bieberbach.

Das Bilderbogen-Team wünscht Ihnen einen wunderschönen Wonnemonat!

Und hier folgt der vollständige Text des Liedes „Der Mai ist gekommen“

1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus;
wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
2.Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht?
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert,
es gibt so manchen Wein, den ich nimmer noch probiert.
3.Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all;
mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall.
4.Und abends im Städtlein, da kehr ich durstig ein:„Herr Wirt, eine Kanne, eine Kanne blanken Wein!“
Ergreife die Fiedel, du lust’ger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing ich dazu.
5.Und find ich keine Herberg, so lieg ich zu Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach,es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
6.O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da weht Gottes Odem so frisch in die Brust,
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
wie bist du doch so schön, du weite, weite Welt!

Schlagwörter: ausschlagenBäumeBlumenwiesenEmanuel GeibelMaiMailied

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