Dämmerung, Nebel, Wildwechsel, Unfallgefahr

295.000 Wildunfalle passieren jährlich auf Deutschlands Straßen.
Insbesondere zwischen 6 und 8 Uhr morgens ist die Gefahr für Wildunfälle überdurchschnittlich groß.
Morgens und abends wandern Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Füchse zwischen Ruheplätzen im Wald und Futterstellen auf Feldern und Wiesen.
Auf Nachzügler ist zu achten, denn die Tiere sind im Winterhalbjahr selten allein unterwegs.
Bei einem erlaubten Tempo von 100 km/h auf Landstraßen kommt das Auto erst nach 80 m zum Stehen.
Bei 80 km/h ist der Bremsweg dagegen nur rund 55 m lang.
Für Autofahrer heißt das: Geschwindigkeit reduzieren, Fernlicht aus, evtl. hupen und bremsen.

Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, gilt: Lenkrad festhalten, unkontrollierte Ausweichmanöver vermeiden.
Nach einem Wildunfall – der immer gemeldet werden muss:

  • Unfallstelle sichern: Warnblinklicht an, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen, Polizei anrufen
  • Achtung Infektionsgefahr: Tote Tiere nur mit Handschuhen anfassen.
  • Abstand halten zu lebenden Tieren.
  • Wild nicht mitnehmen – Wilderei ist strafbar.
  • Einem geflüchteten Tier nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung angeben. Jäger können ein verletztes Tier mit speziell ausgebildeten Hunden suchen.
  • Für die Versicherung die Wildunfallbescheinigung von der Polizei oder vom Jäger ausstellen lassen.

Um Unfallschwerpunkte zu erkennen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, gibt es seit 2016 das bundesweite Tierfund-Kataster. Über eine App oder Internetseite kann jeder Wildunfälle eintragen, die dann von Wissenschaftlern für Verkehrsplanungen ausgewertet werden.
Weitere Informationen im Internet unter: www.jagdverband.de/wildunfall und www.wildunfall-vermeiden.de

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