Blaumeisen sterben – auch in Biebertal ?

Buchfink und geschockte Blaumeise

Dieses Foto erhielten wir über Whatsapp. Es ist so schön, dass es zum Anlass für den Artikel über das Blaumeisensterben wurde.

„Um die Krankheit in Schach zu halten, empfehlen die Naturschützer ähnlich wie bei der Corona-Pandemie, Abstand zu halten. Deshalb sollen Gartenbesitzer, die tote Meisen entdecken, Versammlungsorte wie Vogelhäuschen, Wassertränken und Badestellen umgehend schließen, damit sich die Vögel weniger leicht gegenseitig anstecken können: „Social Distancing hilft auch bei Vogel-Seuchen“, sagt Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. Immerhin können die beliebten Vögel darauf hoffen, dass sie den Abstand nur begrenzte Zeit einhalten müssen. Ende April sind die Ausbrüche in der Regel vorbei, berichtet Lachmann, NaBu-Vogelschutz-Experte“

„Das ist eine Epidemie“, sagt Lars Lachmann. Der Erreger sei für Menschen und Haustiere jedoch ungefährlich, betont der Vogelexperte. Suttonella ornithocola tötet vor allem Blaumeisen. Aber auch Tannen-, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeisen seien betroffen. Kohlmeisen erkranken seltener. Suttonella hat Stäbchenform und ist der Auslöser einer Lungenentzündung mit ähnlichen Symptomen wie bei Corona.

Viele Leute füttern auch im Sommer. In der warmen Jahreszeit müssen Futterhäuschen und Tränken noch häufiger gereinigt werden als im Winter, sonst sprießen die Salmonellen und sorgen für Darmbeschwerden und ein geschwächtes Allgemeinbefinden der Vögel. Im Gegensatz zu den Suttonella-Bakterien können sie aber auch Menschen infizieren.

Quelle: Gießener Anzeiger vom 28. 04. 2020

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