3. Die Robinie – Neue Bäume im Gailschen Park

Zwei Robinien gegenüber der Reehmühle Mai 2020

Die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia), auch verkürzt RobinieWeiße RobinieFalsche AkazieScheinakazieGemeiner Schotendorn oder Silberregen genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum. Die Gewöhnliche Robinie ist Baum des Jahres 2020 in Deutschland. Auf der Suche nach Fotomotiven habe ich in Biebertal nicht viele Bäume gefunden. Die abgebildeten zwei Bäume stehen gegenüber der Reehmühle. Freistehend kann der Baum 12 bis 20 m hoch werden, im geschlossenen Bestand sogar 20 bis 30 m.  Die Äste stehen gedreht an einem kurzen Stamm, der zur Ausbildung einer Doppelkrone neigt. Die auffälligen unpaarig gefiederten Blätter können sich durch kleine Gelenke bei großer Hitze senkrecht nach unten klappen.  Die Robinien treiben spät aus, verlieren ihr Laub auch schon früh.

Lange, unpaarig gefiederte, zarte Blätter

Die auffälligen weißen, hängenden  Blütentrauben sind von Mai bis Juni zu sehen. Sie liefern viel Nektar, weshalb sie von vielen Insekten aufgesucht werden. Im Elsass werden d Robinien als Bienenweide für „Akazienhonig“ gepflanzt. Dieser Honig ist sehr süß und bleibt sehr lange flüssig. Männliche und weibliche Blütenteile blühen gleichzeitig, so dass die Befruchtung sehr effizient ist. Das sieht man im Herbst an den dicht stehenden Hülsen. Blüten werden schon im sechsten Lebensjahr gebildet. Die Samen sind bis zu 30 Jahre keimfähig. Zur Keimung benötigen die Pflanzen sehr viel Sonnenlicht. Auf gestörten, frei liegenden Flächen wächst plötzlich ein Robinienwald. Außerdem vermehrt sich die Robinie stark durch Ausläufer. Im Garten sollte man sie daher in eine Rasenfläche pflanzen, damit die Ausläufer immer abgemäht werden können.

Stark duftende weiße Schmetterlingsblüten
Die Früchte zeigen die Verwandtschaft zu den Hülsenfrüchten

Obwohl ihre ursprüngliche Heimat sehr niederschlagsreich ist, wächst sie in Europa gut auf relativ trockenen Standorten.

Ihr Bestand beträgt in Deutschland weniger als ein Prozent (nach letzter Bundeswaldinventur 2012). In der Schweiz steht sie auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten (= starker Ausbreitungsdrang, der andere Pflanzen unterdrückt)

Wahrscheinlich kam die Robinie vor 400 Jahren nach Europa und wurde nach dem Pharmazeuten und Botaniker der Könige von Frankreich Robin benannt. Ein damals gepflanzter Baum hat jetzt einen Stammumfang von 3,90m, d. h. besonders dick werden Robinien nicht. Trotz Bombenschäden blüht sie noch immer.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts begann man, die Robinien zur Wiederaufforstung armer, sandiger Böden zu nutzen. Dank der Luftstickstoff bindenden Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln kann sie den Boden „aufdüngen“.

Die Robinie gehört zu den wertvollsten, einheimischen Holzarten. Ihr Holz ist hart, zugleich zäh und elastisch, es schwindet wenig, ist biegeformbar, gut bearbeit- und polierbar und auch ohne Imprägnierung sehr dauerhaft. Man nimmt es gerne für Werkzeugstiele. Robinie liefert gutes Brennholz, ist aber schwer entflammbar. Als Möbelholz bleicht es aus wie Teak.

Mit Ausnahme der Blüten sind alle Teile der Robinie stark giftig. Deshalb darf das Holz in Pferdeboxen oder Weidezäunen nicht verwendet werden.

Leider ist der neue Baum nach dem Blattaustrieb eingegangen. aus diesem Grunde kann man ihn im sommer nicht besichtigen, aber im Herbst wird eine neue Robinie gepflanzt.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Robinie

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