2. Der Feldahorn -Neue Bäume im Gailschen Park

Der Feldahorn: ,5 fach gelappte, kleine Blätter , Foto Ev. Renell

Der Feldahorn- Baum des Jahres 2010 – ist ein in Mitteleuropa häufiger Kleinbaum. Er wird etwa 10-15 m hoch. Der höchste in Deutschland steht in Buckow/Brandenburg mit 31,7 m Höhe.
Was zeichnet den Feldahorn aus? Er hat eine schöne Rinde, leuchtet im Herbst strahlend gelb und dient vielerlei Getier als Lebensraum. Er ist ein „Herzwurzler“, d.h. die Wurzeln wachsen sowohl in die Tiefe als auch in die Breite. Der ganze Wurzelorganismus sieht von der Seite wie ein Herz aus. Damit kann er sich gut mit Wasser versorgen. Er ist wärmeliebend und kommt gut mit Stadtklima zurecht. Wenn es ihm gut geht, wird er bis zu 200 Jahre alt.  Die Früchte stehen zu zweit an einem Stiel und fast eben (wie ein Feld =Eselsbrücke). An jungen Zweigen werden manchmal Korkleisten gebildet; für die Korkgewinnung sind sie nicht ausreichend Ansonsten hat man den Feldahorn vielfältig genutzt.

Für Mensch und Haustiere:

  • Viehfutter
  • Streu
  • Junge Blätter für die menschliche Ernährung, z.B. als Sauerkraut
  • Holz: zum Feuer, für Drechselarbeiten, Musikinstrumente, Intarsien, gute Holzkohle
  • Gute Kübelpflanze, da Trockenheitsverträglich
  • Schnittfeste Heckenpflanze

Ökologische Bedeutung

  • Bienentrachtpflanze
  • Wildbienen: 14 Sandbienen, 1 Furchenbiene, 1 Mauerbiene
  • Holz ist Nahrung für mindestens 7 Falterarten, diverse Bockkäfer
  • Hangbefestigung, auch an schnell fließenden Gewässern; rauchfest
  • Schnittfeste Heckenpflanze
  • Humusbildung
Fruchtpaar des Feldahorns Foto wikipedia

Die meisten Ahorne produzieren relativ viel Zucker und werden daher vom Vieh gerne gefressen. In früheren Zeiten hat man das Laub extra zu dem Zweck geschnitten und auf Gestellen über Kopf aufgehängt. Daher kommt der Begriff „Laube“. In jungem Zustand ist der Feldahorn auch für die menschliche Ernährung geeignet, ebenso wie Linde oder Rotbuche.  Während den Weltkriegen im vergangenen Jahrhundert sammelten die Menschen junge, Milchsaft führende Blätter, ließen sie in Bottichen vergären und stampften sie ein wie Sauerkraut. Zudem wurde aus den Blättern Tee zubereitet. Für die Zubereitung von Salat wurden frisch ausgetriebene Blätter gesammelt und fein gehackt. Diesem mischte man die sich gleichzeitig entwickelnden jungen Blüten bei. Der Feldahornsalat schmeckt zu Beginn etwas sauer, im Verlauf des Kauens aber immer süßer. Früher gehörte er zu den Heckengehölzen*), die man etwa alle 10 -30 Jahre „auf den Stock“ gesetzt hat, um Brennholz zu gewinnen. Ähnlich wie die Hainbuche ist er als Heckenpflanze geeignet. In den Gegenden, in denen der Feldahorn häufig ist, hat er ungewöhnliche viele Dialektnamen, woraus man seine Bedeutung ersehen kann. Als ein Beispiel sei Maßholder genannt, aus dem sich in der Schweiz etliche Ortsnamen entwickelten. Einen Ort Maßholderbach gibt es östlich von Heilbronn.

Quellen:
.wikipedia.org/wiki/Feldahorn
lw-heute.de/lebenselixier-insekten
smarticular.net/sauerkraut-aus-ahornblaettern-kostenloses-aus-der-natur-ins-einmachglas/

GAZ vom 7. 10. 2009: Förster Peter Moos stellte die Geschichte der Haubergswirtschaft vor, die Gründe für das „Projekt Krumbacher Hecken“, die laufenden Maßnahmen und auch die ersten Ergebnisse auf den Schlagflächen von 2008 und 2009. Auf einer Fläche von rund 25 Hektar soll der Wald innerhalb von etwa 20 Jahren radikal abgeschlagen und zur Wiederbewaldung sich selbst überlassen werden.

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